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Fläche GIP

Green Industry Park Freiburg

Erfolgreiches Wirtschaften bei reduziertem Energie- und Ressourcenverbrauch: dafür steht das Projekt Green Industry Park Freiburg, kurz GIP genannt. Seit 2014 engagieren sich Freiburger Unternehmen im Industriegebiet Nord in der Initiative Green Industry Park. Das Gewerbegebiet Hochdorf folgte 2021 als zweiter GIP-Standort. 

Die Unternehmen haben gemeinsam mit der Stadt Freiburg und der Wirtschaftsförderung viel erreicht: Im Industriegebiet Nord konnten in 10 Jahren die CO2-Emissionen um ein Drittel gesenkt werden. Bei gleichzeitiger Zunahme der Arbeitsplätze um 37%. 

Klimaschonendes Wirtschaften “made in Freiburg” wird zur Erfolgsgeschichte. Der standortspezifische Ansatz des umsetzungsorientierten Unternehmensnetzwerks GIP wirkt. 

Die GIP-Story

Alles begann im Jahr 2012 mit einer visionären Idee: Einen gewachsenen Industriestandort zukunfts- und klimafit zu machen, daran hatte sich in Deutschland noch niemand gewagt. Gesagt, getan: Die Initiative Green Industry Park Freiburg, kurz GIP genannt, wurde gegründet. Das Ziel: Das älteste und wichtigste Industriegebiet der Stadt gemeinsam mit den Unternehmen vor Ort zu einem energie- und ressourceneffizienten Standort zu entwickeln. Ein Klimaschutzteilkonzept wurde erarbeitet und dient als Grundlage für die Umsetzung zahlreicher Maßnahmen auf dem Weg zur Klimaneutralität. Klimaschutz, der nachhaltig erfolgreich ist, bis heute ein Ansporn, der alle verbindet. 

„Der Green Industry Park Freiburg ist zu einem Modell nicht nur für die Stadt, sondern auch für das Land und darüber hinaus geworden“

 

Thekla Walker
Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden Württemberg
 

Wer steht hinter dem Green Industry Park?

Im GIP-Steuerkreis kommen die Initiator*innen des Green Industry Park Freiburg regelmäßig zusammen. Neben der Stadt Freiburg sind dies die Wirtschaftsförderung FWTM, das Fraunhofer ISE (Institut für Solare Energiesysteme), der regionale Energieversorger badenova und seit 2022 die IHK Südlicher Oberrhein
Diese fünf Partner verstehen sich als Netzwerk im Netzwerk. Sie identifizieren neue Themen, entwickeln die GIP-Strategie weiter und sorgen für Finanzmittel. 
Die Geschäftsführung des GIP und damit die Rolle des Projekttreibers übernimmt das Umweltschutzamt der Stadt Freiburg. Ein Klimaschutzmanager der Stadt und eine Standortmanagerin der FWTM sind als Ansprechpartner*innen regelmäßig bei den Unternehmen vor Ort und unterstützen diese auch bei administrativen Fragen. 

Unsere Partner

Was will der Green Industry Park erreichen?

  • Ein Industrie- oder Gewerbegebiet im Bestand schrittweise zu dekarbonisieren gilt als Königsdisziplin der Transformation. 
  • Für Unternehmen bedeutet dies, konkrete Maßnahmen zu identifizieren und umzusetzen, die den Energie- und Ressourcenverbrauch und damit verbundene Kosten senken und Risiken minimieren 
  • Beispiele: Investitionen in die Eigenstromerzeugung mit erneuerbaren Energien, die Sanierung von Gebäudebeständen, das Planen von Neubauten nach ökologischen Standards oder die Nutzung energieeffizienter Kühlung oder Heizen mit innovativen Technologien.
  • Stand in den ersten Jahren die Effizienz im Fokus, so lautet die Zielperspektive vieler Unternehmen heute Klimaneutralität
  • Der schrittweise Umstieg von fossilen hin zu regenerativen, resilienten und weniger krisenanfälligen Prozessen, ist das Ziel von immer mehr Unternehmen, die damit auch auf die Klimaziele der Stadt Freiburg einzahlen.
  • Die Stadt übernimmt und finanziert die Geschäftsführung der Initiative und stellt Mittel für Fach- und Umsetzungsberatung zur Verfügung
  • Zur Förderung der umweltfreundlichen Mobilität hat sie in den Ausbau von ÖPNV-Angeboten und Radwegeinfrastrukturen investiert
  • Der GIP Partner Badenova konnte mit Unterstützung der Stadt ein Nahwärmenetz mit industrieller Abwärme der Cerdia realisieren
  • Das Ziel der Initiative und der Unternehmen vor Ort ist ein Standort mit unternehmerischer Zukunft an dem Ökonomie und Ökologie starke Partner sind.

Wer ist dabei?

Das Netzwerk Green Industry Park lebt vom Interesse und Engagement der Unternehmen. Die Tür steht allen offen: auf eine förmliche Mitgliedschaft wird bewusst verzichtet.
 

Es sind Unternehmen vertreten, die sich zielgerichtet auf dem Weg zur Klimaneutralität gemacht haben und genauso jene, die ihre ersten Schritte gehen.
 

Wir stehen als GIP Initiative mit etwa 20% der Unternehmen an beiden Standorten in regelmäßigem Austausch und Kontakt. Diese stellen rund 80% der Arbeitsplätze
 

Was habe ich als Unternehmen davon, wenn ich mitmache?

Das Unternehmernetzwerk Green Industry Park Freiburg ist eine Plattform für Ideen, Lösungen und Kontakte. 

  • Sie erhalten exklusiven Zugang zu unserem KI-unterstützen Kollaborations-Tool, dem Dashboard für direkte Kontakte und Austausch
  • Wir informieren Sie frühzeitig über unsere regelmäßigen fachlichen Workshops und weitere Formate 
  • Sie sind geladener Gast beim jährlichen GIPfeltreffen, wenn die ganze GIP-Community zusammenkommt
  • Unsere Fördermittelberatung hilft im Dschungel von Landes- und Bundesförderung den Durchblick zu behalten
  • Wir ermöglichen die Mitwirkung an unternehmensübergreifenden Projekten und Innovationen 
  • Unsere kostenfreie Fachberatung unterstützt Sie praxisnah bei der Lösungssuche und Umsetzung konkreter Maßnahmen 
  • Wir finden die passende Unterstützung für Sie. Ob Heizung, Klima, Gebäude, Querschnittstechnologien, erneuerbare Energieversorgung, Ressourceneffizienz, Mitarbeiter*innen-Bildung oder betriebliche Mobilität: kommen Sie einfach auf uns zu. 
  • Möchten Sie Ihre Erfolgsgeschichte teilen?  Auf dieser Website oder in einem Videoportrait Ihres Unternehmens zeigen wir, was Sie schon erreicht und was Sie noch vorhaben.
  • Unsere gemeinsame Erfolgsgeschichte: fast zwei Drittel der geförderten Fachberatungen in den Jahren 2024/2025 wurden binnen 15 Monaten in den Unternehmen budgetiert, geplant oder umgesetzt. Kurz gesagt: die in unserem Auftrag tätigen Fachleute machen einen erfolgreichen Job.

Engagement für Nachhaltigkeit und betrieblichen Klimaschutz lohnt sich. Es stärkt ihre Werte, Ihr Image, die Bindung von Fachkräften und die Anziehung von Auszubildenden. Sie zahlen auf Ihre CO2-Bilanz ein und zugleich auf die Klimaziele der Stadt. Sie verbessern Ihre Chancen auf Zukunftsmärkten und Ihr persönliches Gefühl: ich tue das Richtige. Und: Banken gewähren oftmals bessere Kreditkonditionen für Unternehmen mit nachhaltigem Profil. Werden Sie Teil unseres Netzwerks und machen Sie den nächsten Schritt.

 

Unsere Angebote:
 

Beim Nachbarn zu Gast.

Unser Klassiker
Wir besuchen Nachbarunternehmen. Schauen uns deren Schlüsselmaßnahmen an. Und erhalten einen exklusiven Einblick in die Produktion.

GIP on Tour

Mehr als ein Ausflug. Gemeinsam per Bus auf Innovationstour. Unsere Haltepunkte: inspirierende Unternehmerpersönlichkeiten und nachhaltige Geschäftsmodelle in der Region.

GIPfeltreffen

Überraschende Location, Impulse, die zünden und eine gute Gelegenheit, Erfolge gemeinsam zu feiern. Einmal im Jahr trifft sich die GIP-Community beim GIPfeltreffen. 

GIP.Roundtable

Eine Runde Sache: dreimal im Jahr kommen Unternehmen aus dem Gewerbegebiet Hochdorf für zwei Stunden zusammen, um Standortfragen gemeinsam zu lösen.

GIP.kompakt

Unser neuestes Format: 30 minütige Online-Meetings um die Mittagszeit. Kurzer Austausch zu aktuellen Anliegen. Anlassbezogen mit aus dem Netzwerk für das Netzwerk.

Unsere Beratungs- & Netzwerkangebote

Den Weg zum nachhaltigen Unternehmen muss niemand alleine gehen.Im Green Industry Park profitieren Sie von einem starken Experten-Netzwerk und kostenfreien Beratungsangeboten, die exakt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind:

  • Fördermittel & Strategie: Wir begleiten Sie durch den Förderdschungel und unterstützen Sie bei der strategischen Transformationsplanung (z. B. durch das Programm Zielgerade 2030).
  • Energie- & Ressourceneffizienz: Nutzen Sie anbieterunabhängige Einstiegs- und Umsetzungsberatungen beispielsweise zu Anlagentechnik, Energiemanagement oder Prozesswärme.
  • Eigenstrom & Photovoltaik: Unter dem Motto „Dein Dach kann mehr“ finden wir gemeinsam mit Ihnen die wirtschaftlich sinnvollste Lösung für Ihre krisenfeste Eigenstromerzeugung.
  • Starke Netzwerke: Werden Sie auch Teil des Freiburger Klimapakts und profitieren Sie vom Erfahrungsaustausch mit Vertreterinnen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Ehrenamt. 
  • Kollaborationstool: Sie erhalten Zugang zu unserem KI- unterstützen Netzwerk-Dashboard. Der richtige Ort um Fragen, Ideen, und Marktplatzangebote für das Netzwerk zu platzieren und in direkten Austausch mit anderen Betrieben zu kommen. 

Mehr erfahren

Preiswürdig

Der Green Industry Park Freiburg wurde für seinen deutschlandweit einmaligen Ansatz ausgezeichnet. 
2018 gewann Freiburg den Wettbewerb Klimaaktive Kommune für das Projekt Green Industry Park. Die schrittweise Umwandlung des Industriegebiets Nord in ein ressourceneffizientes, klimaneutrales Gewerbegebiet durch enge Kooperation von Stadt und Unternehmen konnte die Jury überzeugen.
Der GIP gilt als Vorbild für den energieeffizienten schrittweisen Umbau bestehender Industriegebiete in Deutschland. Er ist ein zentraler Baustein im Bereich Wirtschaft, um Freiburgs Ziel der Klimaneutralität zu erreichen.

 

Die Gewerbegebiete im Überblick

Freiburgs Green Industry Park umfasst mittlerweile zwei Gewerbestandorte. Während das Industriegebiet Nord durch Produktion, Fachhandel und Forschung gekennzeichnet ist, prägen Logistik und Dienstleistungen das Gewerbegebiet Hochdorf.

 

Grafik mit „Standort GIP“ als Darstellung des Green Industry Park Freiburg und seines Fokus auf nachhaltige Industrie, Energieeffizienz und Vernetzung.

Gewerbegebiet Hochdorf

  • 120 ha Fläche
  • 200 Betriebe
  • 4000 Beschäftigte
  • Logistik, Produktion
  • Fachhandel, Dienstleistung
     

Zum Gewerbegebiet Hochdorf

Grafik mit „Standort GIP“ als Darstellung des Green Industry Park Freiburg und seines Fokus auf nachhaltige Industrie, Energieeffizienz und Vernetzung.

Industriegebiet Nord

  • 300 ha Fläche
  • 550 Unternehmen
  • 15.000 Beschäftige
  • Produktion, Fachhandel, Diensleistung
  • 3 Fraunhofer Institute
  • 1 Max-Planck-Institut

Zum Industriegebiet Nord

“Der GIP-Ansatz im Gewerbegebiet Hochdorf bringt uns als Standort wie als Unternehmen weiter. 
Er gehört mittlerweile zu unserer DNA.“

Peter Meißner
Geschäftsführung KOCH Freiburg

Videogalerie

Wir stellen Unternehmen vor, die sich im GIP-Netzwerk engagieren. Unsere knapp 3-minütigen Videoportraits verstehen wir als ein Dankeschön. Sie sind Teil unserer Anerkennungskultur. Schauen Sie gerne mal rein.

Zu den Videos

 

Zwischenbilanz 10 Jahre

Eine Studie des Badencampus zieht Bilanz zu den ersten 10 Jahre des GIP. Erreichtes, Verbesserungsbedarfe und künftige Herausforderungen finden Sie hier:

Zwischenbilanz 2025

Broschüre

Umsetzungsbeispiele der Unternehmen in beiden GIPs finden Sie in einer barrierearmen Broschüre, die hier heruntergeladen werden kann:

Broschüre zum Download

Veranstaltungen

Über 100 Veranstaltungen haben wir in den vergangenen Jahren in unterschiedlichen Formaten durchgeführt. Aktuelle Termine und Rückblicke GIPt es hier:

Zu den Veranstaltungen

Kontaktmöglichkeit Green Industry Park

Bei Fragen rund um den Green Industry Park Freiburg, wenden Sie sich gerne an:

Dirk Kron

Geschäftsführung Green Industry Park 
Stadt Freiburg, Umweltschutzamt

dirk.kron@freiburg.de
+49 761 201-6104

 

Ihre Ansprechpartnerin bei der Wirtschaftsförderung FWTM ist:

Tina Wegener

Unternehmensservice, Investorenbetreuung & Wirtschaftsflächen FWTM

tina.wegener@fwtm.de
+49 761 3881-1218